Handwerk,
Erfahrung und das
richtige Gespür

Darauf sind wir stolz:
Der Name Schladerer ist heute ein Synonym für
hochwertige Schwarzwälder Obstbrände.

Jedes Siegel wird individuell angebracht und trägt das Familienwappen der Familie Schladerer.


Obwohl auf der ganzen Welt geschätzt und genossen, sind Schladerer-Obstbrände doch keineswegs „industriell“ gefertigte Produkte. Das weiß jeder, der schon einmal seinen Fuß in unsere Brennerei gesetzt hat: Denn hier herrscht wie auch vor zweihundert Jahren das gute alte, von Menschen geprägte Handwerk vor – in etwas größerem Stil, der aber konkrete Vorteile bietet. So setzen wir beispielsweise zur Verarbeitung mancher Obstsorten, wie der Mirabelle, eine Zentrifuge ein, die das Fruchtfleisch vollends von Stiel und Kernen befreit, um später ein möglichst reines Fruchtaroma zu erzielen – eine Technik, die kleinen Brennereien oft verwehrt bleibt.

Ebenso aufwändig ist die kontrollierte Kühlung der Maische während des Gärvorgangs, mit deren Hilfe die feinen Aromen gerade bei Williams-Birnen über Gärung und Destillation hinaus erhalten bleiben. Der fruchteigene Zucker verwandelt sich bei der Gärung in Alkohol – bereit, destilliert zu werden: Die Maische bzw., bei zuckerarmen Früchten, das Mazerat wird nach traditioneller Art auf kupfernen Brennblasen schonend durch Wasserdampf erhitzt und gebrannt. Je nach Bedarf können wir auf unseren Kolonnen Böden hinzuschalten und das Destillat somit in einem Vorgang mehrmals brennen. Für jede Destillation wird gesondert über die Anzahl der verwendeten Böden entschieden. Während des Brennvorgangs entsteht der sogenannte Vor-, Mittel- und Nachlauf. Zur Weiterverarbeitung benötigen wir nur das Herzstück: Bei der Trennung von Vor- und Nachlauf sowie bei der Anzahl der zugeschalteten Böden entscheiden allein der geschulte Geschmacksinn und die Erfahrung des Brennmeisters. Die Brennrückstände werden umweltgerecht entsorgt: Feststoffe werden von der Flüssigkeit abgesondert und kompostiert. Kerne werden ausgesiebt, getrocknet und energiesparend verbrannt – oder, bei Kirschen, sogar in Kirschkernsäckchen weiter verwendet.

Lagerung im Fass

Besondere Jahrgänge lagern über mehrere Jahre in Eschenholzfässern.


Nun braucht man viel Geduld: Die klaren und reinen Destillate mit einem Alkoholgehalt von 65 bis 75 % vol werden rund zwei Jahre in belüfteten Edelstahltanks gelagert. Bei unseren Spezialitäten und Raritäten geschieht dies auch über noch längere Zeiträume, in Steintongefäßen oder Eschenholzfässern, die weder Farbe noch Geschmack abgeben. Eine gewisse Reifezeit ist essentiell für das Aroma: Wichtig sind der Schutz vor Licht, eine gleichbleibende Temperatur und der intensive Austausch mit Sauerstoff, was einen milderen, weicheren Geschmack zur Folge hat. Einziger Wermutstropfen ist der sich dabei verflüchtigende Alkohol – was wir der Qualität zuliebe gerne in Kauf nehmen.

Ist die Reifung abgeschlossen, werden ausgewählte Brände von unabhängigen Spezialisten analysiert. Nach wiederholten sensorischen Tests wird, speziell bei unseren Klassikern, eine optimale Cuvée zusammengestellt – nur so ist der bewährte, gleichbleibende Geschmack unserer Obstbrände gewährleistet. Zudem durchlaufen die Brände eine Kältefiltration: Dabei muss die Temperatur dem jeweiligen Destillat angepasst werden, um die Aromen nicht zu schädigen. Dann werden die Brände mit besonders weichem Wasser aus eigenem Quellzugang auf Trinkstärke (zwischen 38 und 50 % vol) herabgesetzt, und die nun genussfertigen Wässer und Geiste können in die berühmten Schladerer-Flaschen abgefüllt werden.

Weil außergewöhnliche Produkte auch eine ebensolche Verpackung verdienen, legen wir bei Schladerer viel Wert auf eine hochwertige Ausstattung unserer Brände: So stammt das dickwandige Flaschenglas aus dem Glaswerk Ernstthal in Lauscha-Ernstthal. Den kostbaren Inhalt der Flasche verschließt ein Korken, abgerundet wird das Gesamtbild durch echten Siegellack.

Um höchste Qualität zu gewährleisten, wird das Destillat nach der Reifung analysiert und wiederholt sensorisch getestet.


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